Pfarrverband Amerang
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Was sind die Sakramente der katholischen Kirche?

1. Sakramente sind Zeichen des Glaubens auf dem Lebensweg.  

Sie bringen zum Ausdruck, dass jede Lebensgeschichte von Gott her gewollt und begleitet wird. Besonders sichtbar zeigt sich diese Liebe Gottes zu den Menschen an den entscheidenden "Bruchstellen" des Lebens. Deswegen begleiten die Sakramente den Menschen von der Geburt bis zum Sterbebett. 

  • Meist am Beginn des Lebens steht im Sakrament der Taufe die Zusage, dass dieser Mensch von Gott geliebt und gewollt ist, dass ihm eine tiefe Beziehung zu Jesus Christus geschenkt ist und dass er in der Gemeinschaft der Kirche,  auch konkret in der Gemeinschaft einer Pfarrgemeinde eine geistige und soziale Heimat findet.
  • Auf dem Weg des erwachenden Gewissens und der Reflexions- und Kommunikationsfähigkeit werden dem Menschen im ersten Empfang der Sakramente der Beichte und der Eucharistie Orte der Versöhnung, des Erbarmens, des Friedens und der Gemeinschaft aufgetan.
  • Im Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden erhält der Mensch im Sakrament der Firmung jene Stärkung durch den Heiligen Geist, die ihn zu einem geistreichen und sinnerfüllten Leben führt.
  • Den Erwachsenen rufen die Sakramente der Ehe und der Weihe (zum Diakon, Priester oder Bischof)  in die Verantwortung, beim Aufbau einer gottgewollten und gerechten Welt mitzuarbeiten.
  • Und wenn der menschliche Leib schwächer wird, wenn Krankheit ihn bedroht bis hin zum Tod, dann schenkt das Sakrament der Krankensalbung Trost und Hoffnung.

2. Sakramente sind Zeichen des Glaubens im Umgang mit den Elementen der Schöpfung. 
Bei jedem Sakrament steht ein Grundelement in der Mitte: Beim Sakrament der Taufe das Wasser, bei der Eucharistie Brot und Wein, bei der Firmung und Krankensalbung das Öl und bei der Beichte, bei der Priesterweihe und der Ehe die Hand. Und um das wichtigste Element der Schöpfung, den menschlichen Leib, geht es bei jedem Sakrament. Sakramente erziehen somit zu einem achtsamen und pflegerischen Umgang mit den Elementen, weil in ihnen sinnenhaft die Liebe Gottes zu uns Menschen erfahrbar wird. 

 

3. Sakramente sind schließlich eine Sprachschule des Glaubens. 
Bei jedem Sakrament wird in der Spendeformel das Element gedeutet, eine Wirklichkeit vergegenwärtigt, die für den betroffenen Menschen und die betroffene Gemeinschaft eine frohe Botschaft bedeuten.

 

So bekommen die Lebensgeschichte, die Elemente der Schöpfung und die menschliche Sprache durch die Sakramente einen tiefen Sinn, eine Deutung vom Glauben her. 
Die Sakramente sind ein Geschenk, das dem Menschen gratis, umsonst, von der Gemeinschaft des Glaubens, von der Kirche angeboten wird. 
Sie sind ein Wort der Zusage und Hoffnung, das seine Wirksamkeit entfalten kann, wenn der Mensch darauf eine Antwort gibt.

 

Die traditionelle Aufzählung der 7 Sakramente ordnet diese nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit:

- Taufe, Firmung und Eucharistie als Sakramente der Eingliederung in die Kirche als "Leib Christi"

- Beichte und Krankensalbung als Sakramente der Vergebung und Heilung

- Weihe und Ehe als Sakramente der Berufung zur Mitarbeit am Reich Gottes

 

 

 

Quelle: www.7wirkt.de - eine Initiative des Fachbereichs Sakramentenpastoral im Seelsorgereferat des Erzbischöflichen Ordinariats der Erzdiözese